Schon vor fast einem halben Jahrhundert hat der Autor dieses Buches vor dem Tsunami gewarnt, der über die Kirche hereinbrechen werde, ...

... wenn die Öffentlichkeit erfährt, was sich so alles hinter den Kulissen des Vatikans und der vielen Bistümer der katholischen Gesamtkirche abspielt und bisher mit den rigorosesten und raffiniertesten Methoden der Kirchenstrategie geheimgehalten wurde. Die Themen Erotik, Sexualität von Priestern und Ordensleuten, sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch sie, Homosexualität von Geistlichen, alle nur möglichen Perversionen des Sexualtriebs im Bereich des Klerus wurden strengstens unter Verschluss gehalten.
Schon damals schrieb das Magazin „Der Spiegel“ anlässlich des ersten Erscheinens des Buches von Mynarek im Jahr 1977: „Schätzungsweise mehr als ein Drittel der Zölibatäre bricht den Zölibat mit Frauen, ein weiteres Drittel liebt homophil oder homosexuell – der Zölibat, eine institutionalisierte Unwahrheit, das Resultat systematischer sexueller Unterdrückung. So urteilt einer, der selber fast 20 Jahre lang katholischer Priester gewesen ist und nun aus Erfahrung schreibt: „Hubertus Mynarek, 48, Theologieprofessor ohne Lehrstuhl, Ex-Dekan der Wiener katholisch-theologischen Fakultät, Ex-Priester und Ex-Katholik seit 1972“. Und das Magazin „Der Stern“ sekundierte: „Mynareks Buch, ‚Eros und Klerus‘ beschreibt en detail, wie menschlich es in sexueller Hinsicht unter den Geweihten zugeht … Mit zahlreichen Einzelbeispielen belegt er, wie schlimm es mit den Folgen des Zölibats hinter den Kulissen aussieht … Kirchen-Kämpfer Mynarek hat mit seinem neuen Buch neuen Ärger programmiert“.
Das Buch „Eros und Klerus“ erschien zunächst als Hardcover im Düsseldorfer Econ-Verlag, dann in drei Auflagen im Droemer-Knaur-Taschenbuchverlag, hernach in vierter, wesentlich erweiterter und um die Phallus-Symbolik im Christentum ergänzter Auflage im Verlag Die Blaue Eule und ist jetzt ganz neu im NIBE-Verlag erstellt worden.

Weitere Presse- und Autorenstimmen zum Buch „Eros und Klerus“:

„Wünschenswert unprofessoral und erfreulich konkret reißt Professor Dr. Hubertus Mynarek in seinem Werk ‚Eros und Klerus‘ einer immer aufs Neue sanktionierten Heuchelei die Maske vom Gesicht … Mynarek belegt mit einer eindrucksvollen Fülle von grotesken, traurigen, tragischen Schicksalen katholischer Priester, Mönche und ihrer ‚Frauen‘ das Elend des Zölibats und kommentiert es ebenso literarisch gewandt wie psychologisch überzeugend. Ein entlarvendes, aufrichtiges, ein im besten Sinn humanes und notwendiges Buch, das man stets angeekelt und ergriffen, empört und erschüttert zugleich lesen wird, lesen muss, will man hier die fatale Wirklichkeit vom frömmlerischen Schein unterscheiden.“
Dr. Karlheinz Deschner

„Mynarek legt mit dem Buch ‚Eros und Klerus‘ eine weit über den aktuellen Anlass hinausreichende umfassende Auseinandersetzung zu diesem Thema vor, an der man nicht vorübergehen kann, wie immer man diesem Problem gegenübersteht … Die wiedergegebenen Schicksale müssen jeden tief bewegen, der Freiheit und Würde des Menschen ernst nimmt.“
Neues Volksblatt, Linz

„Mynarek geht es um Fakten, die er aus eigenen Beichtstuhlerfahrungen belegt oder … durch ihm zugespielte Berichte von laisierten, verheirateten oder ängstlich sich tarnenden Geistlichen vorstellt. Es geht ihm darum, in authentischen Zeugnissen … die für ihn mit dem Zölibat unausweichlichen ‚giftigen Früchte‘ zu erweisen … Die Beispiele für falsch präparierte, in korrupteste Situationen mit Missbrauch von Ehen, Beichtkindern oder in Homosexualität getriebenen Priester sind in der Häufung sicher für die einen eine bestürzende, für die anderen die Aversion gegen die Kirche bestätigende Enthüllung.“
Bücherkommentare

„Mynarek bietet genug Beispiele: Auf der einen Seite hört man da von jenen Kompromisslern unter den Klerikern, die sich mit Hilfe einer inhumanen Moraltheologie millimetergenau an der >Todsünde< vorbeizudrücken gewohnt sind. Man erfährt aber auch von viel Brutalität, von üblen Vergewaltigern im Priesterkleid ebenso wie von Casanovatypen, von Geistlichen, die hinter jedem Rock her sind. Alles in allem zeigt sich eine erschütternde Verflachung des Eros bei den berufsmäßigen Deutern der menschlichen Geschlechtlichkeit... Angesichts jenes Leidens, von dessen Einzelformen dieses Buch so detailliert berichtet, wird man nur noch mit Abwehr auf die Sprüche der Idealisten hören wollen. Ja, man wird der heilen Welt dieser Art von Kirche noch weniger als bisher zu trauen geneigt sein. Man wird ihren Repräsentanten nichts anderes als >Erosvergiftung< bescheinigen, eine … der schlimmsten Ketzereien auf dieser geschaffenen Welt im Übrigen kann man, mit Mynarek, auch kaum verschweigen, dass auch die erotische Kultur, dieser andere Grundwert der menschlichen Gesellschaft, in der Gesetzeskirche nicht zu Hause ist... Nicht bewiesen werden muss, nach diesem Buch, dass ein auf weite Strecken einseitig, weil gesetzlich interpretierter Grundwert der evangelischen Botschaft eine Fülle von Leiden mit sich gebracht hat und bringt... Es wäre nicht überraschend, wenn Mynareks Buch noch weitere Zungen lösen würde. Sie würden nur das bestätigen und bezeugen, was in den amtlichen Geheimarchiven der Kirche schlummert, das traurige Ergebnis der Herrschaft von Menschen über Menschen“.
Professor Dr. Horst Herrmann, Ordinarius für katholisches Kirchenrecht an der Universität Münster, danach Professor für Soziologie an derselben Universität

„>Fallbeispiele, Schicksale gestrauchelter Priester< bringt Mynarek genügend, um seine Grundaussage zu belegen, dass die katholische Kirche >als perfekteste Form organisierter Religion  auch und gerade die Sexualität in ein perfektes Knebelungssystem eingeschossen< habe. Selbst bei noch so wohlwollender Einstellung der eigenen Kirche gegenüber kann man sich der Einsicht nicht verschließen, dass eine amtlich verordnete Ehelosigkeit auf Lebenszeit oft gerade nicht das erreicht, was ihr als Sinngehalt zugewiesen wird erst recht dann, wenn das persönliche Scheitern an diesem menschlich-weltlichen Gesetz mit dem Bannstrahl der Verachtung bestraft wird. Laisierte Priester können davon ein Lied singen. Sicher, Mynareks Interesse ist kompromisslos. Er möchte in Kommentar und Analyse seiner Schilderung das >repressiv-antisexuelle System katholische Kirche< offenlegen und anklagen. Angesichts der Probleme, vor denen die Kirche derzeit steht, kann Mynareks Buch daran erinnern, dass die Abschaffung des Zwangszölibats um der betroffenen Menschen und um der Gemeinden willen überfällig ist“.
Publik-Forum, Frankfurt a. M.

„Wer ist der Verfasser, der solche Hassausbrüche und leidenschaftliche Zustimmung hervorruft? Wer ist der Mann, den man geistig, seelisch und wirtschaftlich zu zerstören sucht, der immer aufs Neue die Kraft findet, zu seiner Überzeugung zu stehen, sich zu ihr zu bekennen und gegen Unrecht an die Welt zu appellieren? Eine skandalumwitterte Persönlichkeit? Nichts weniger als das: ein Bekenner mit einem Mut, wie er ungewöhnlich ist, an Luther, an Müntzer erinnert, ohne die leiseste Kompromissneigung selbst eines Galilei. Jede Form von Opportunismus und Konformismus ist ihm fern. Sein Werk >Eros und Klerus< ist eine neue Anklage, mit wissenschaftlicher Akribie und persönlicher Leidenschaft zugleich geschrieben. Eine Anklage … nicht gegen Personen, sondern gegen unmenschliche Institutionen … Das Buch enthält Berichte, die zum Lesen aufregend, mitunter qualvoll sind. Es sind nur Berichte, zu deren Veröffentlichung Prof. Mynarek ausdrücklich ermächtigt wurde, Notschreie, die uns von Geistlichen und Nonnen, von normal empfindenden Menschen und Menschen mit homosexueller Neigung aus dem Buch entgegendröhnen. Der Verfasser bringt Einzelheiten, die unglaubwürdig wären, wenn er nicht jederzeit in der Lage wäre, den Beweis anzutreten.“
Professor Dr. Werner Peiser, Botschafter i. R.
Rundbrief der evangelisch-lutherischen Gemeinde, Genua

„Eros ist keine isolierte autonome Größe; es gibt keine vollmenschliche Kommunikation unter Ausschluss der Körperlichkeit-. Davon ausgehend zeigt Mynarek die Lebensläufe von Priestern mit Totalausfall humaner Liebesfähigkeit... Mynarek bringt zahlreiche Beispiele für soziale Ächtung priesterlicher Gefährtinnen, desgleichen für klerikale Fehlleistungen bei Beurteilung von Eheproblemen Nicht Lustmaximierung als Zentralwert, sondern Liebe als konkrete Erlebnisqualität des Priesters zu ermöglichen ist Mynareks lntention.“
Neues Forum, Wien

H. Mynarek, Eros und Klerus, NIBE Verlag, Alsdorf 2018 (erweiterte Auflage) www.nibe-verlag.de
ISBN: 978-3-947002-57-3

Erscheinungsdatum: 16.10.2018